Glühkerzen ermöglichen Diesel-Kaltstart. Wenn sie verschlissen sind, zeigt sich das erst bei Kälte – oder beim Versuch sie zu wechseln.
Glühkerzen-Typen
Stangenglühkerze: Klassische Form. Heizspirale in Schutzröhrchen. Vorglühzeit: 4–6 Sekunden bei -10°C. Günstig, weit verbreitet.
Schnellglühkerze (Ceramic): Keramik-Heizelement statt Metall. Erreicht Betriebstemperatur in <2 Sekunden. Besserer Kaltstart, geringerer Energieverbrauch. Standard in modernen Common-Rail-Diesel-Motoren.
Drucksensor-Glühkerze: Integrierter Verbrennungsdrucksensor. Steuergerät kann Verbrennung je Zylinder in Echtzeit überwachen. Teuer, aber präzise Motorsteuerung.
Glühkerzen wechseln – das eigentliche Problem
Glühkerzen sitzen im Zylinderkopf und rosten über Zeit fest. Bei Versuchen, festsitzende Kerzen herauszudrehen, können Gewindeeinsätze im Zylinderkopf beschädigt werden.
Profi-Methode: Kerze lösen während Motor warm ist (Metall expandiert → Korrosion löst sich leichter). Kriechöl (z.B. Rostlöser) mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Langsam mit Vor/Zurück-Bewegung herausdrehen – nicht mit Kraft.
Abgebrochene Glühkerze im Kopf: Spezialwerkzeug nötig. Im schlimmsten Fall Zylinderkopf demontage. Deshalb: Bei älteren Diesel-Fahrzeugen Glühkerzen-Wechsel immer durch Fachbetrieb.
Wann wechseln?
Glühkerzen haben keine festes Intervall. Kontrolle sinnvoll: ab 100.000 km, bei Kaltstart-Problemen, oder wenn Glühkontrollleuchte länger als normal leuchtet.
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