CarPlay & Android Auto per Codierung im Mercedes

CarPlay und Android Auto per Codierung im Mercedes aktivieren – welche Modelle, welche Voraussetzungen, und was Werkstatt von Online-Diensten unterscheidet.

CarPlay & Android Auto per Codierung im Mercedes

Apple CarPlay und Android Auto sind in Fahrzeugen, die ab etwa 2016 gebaut wurden, technisch oft bereits vorhanden – aber werkseitig nicht freigeschaltet. Das Steuergerät des COMAND Online- oder MBUX-Systems enthält die Funktion; der Parameter, der sie aktiviert, ist gesetzt, aber deaktiviert. Was sich zunächst wie eine einfache Softwareanpassung anhört, ist ein Eingriff in den fahrzeugspezifischen Codierungsraum – und erfordert das Originaltool.

Welche Mercedes-Fahrzeuge betroffen sind

Die Codierbarkeit von CarPlay und Android Auto ist modell- und systemabhängig:

COMAND Online (NTG 5.x): Modelle wie W205 (C-Klasse ab 2014), W213 (E-Klasse ab 2016), W222 (S-Klasse ab 2013) und GLE/GLC der entsprechenden Generation sind in vielen Konfigurationen codierbar. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug NTG 5.1 oder höher verbaut hat. NTG 4.x-Systeme können CarPlay in der Regel nicht über Codierung erhalten, da die zugrunde liegende Hardware fehlt.

MBUX (NTG 6 / ab 2018): In neueren Fahrzeugen mit MBUX (z.B. A-Klasse W177, E-Klasse W213 Facelift, GLE W167) ist CarPlay und Android Auto häufig standardmäßig aktiviert oder durch einen einfachen Codierungsschritt freischaltbar. Hier ist die Kompatibilität in der Regel höher.

Ältere Systeme (NTG 4.0 / 4.5, Baureihen W211, W212, W204 früh): Diese Systeme sind nicht auf CarPlay ausgelegt. Eine Codierung führt hier nicht zum Ziel; eine Headunit-Lösung wäre der einzige Weg, was jedoch einen deutlich anderen Eingriff bedeutet.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aktivierung

Bevor eine Codierung sinnvoll ist, sollten folgende Punkte geklärt sein:

USB-Anschluss im Fahrzeug: CarPlay und Android Auto benötigen eine USB-Verbindung (kabelgebunden) oder WLAN-Verbindung (wireless CarPlay/Android Auto, ab bestimmten Systemversionen). Fahrzeuge ohne USB-Anschluss in der Mittelkonsole können nur nach zusätzlichem Hardware-Einbau genutzt werden.

Softwarestand des COMAND/MBUX: Veraltete Systemsoftware kann dazu führen, dass nach der Codierung zwar der Parameter aktiv ist, die Funktion aber instabil läuft. Eine Software-Aktualisierung vor der Codierung ist empfohlen.

Regionscodierung: Manche Fahrzeuge wurden für Märkte konfiguriert, in denen CarPlay bei Auslieferung nicht vorgesehen war. Die Codierung umfasst in diesen Fällen mehrere Parameter, nicht nur einen einzelnen Schalter.

Online-Services vs. Werkstatt: Der Unterschied

Für Mercedes-Fahrzeuge mit NTG 5.x existieren Online-Dienste, die gegen Zahlung eine Fernfreischaltung durchführen. Diese basieren darauf, dass der Dienst per Remotezugriff auf das Fahrzeug einen bestimmten Parameter setzt.

Der Unterschied zur Werkstatt mit XENTRY-Zugang: Eine professionelle Codierung liest zunächst den vollständigen aktuellen Codierungsstand aus, führt die Änderung gezielt und protokolliert durch, und überprüft das Ergebnis durch Funktionstest am Fahrzeug. Fehler in der Ausgangskonfiguration oder bestehende Inkonsistenzen im Codierungsraum werden erkannt, bevor die Änderung geschrieben wird. Online-Dienste ohne Lesezugriff auf das spezifische Fahrzeug arbeiten ohne diese Grundlage.


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