Mercedes Keyless-Go nachrüsten – was Codierung mit XENTRY leisten kann

Mercedes Keyless-Go und Komfortzugang nachträglich aktivieren: Was per XENTRY-Codierung möglich ist, was Hardware-Nachrüstung erfordert und welche Baureihen kompatibel sind.

Mercedes Keyless-Go nachrüsten – was Codierung mit XENTRY leisten kann

Keyless-Go per Codierung nachträglich aktivieren – geht das beim Mercedes? Die Antwort ist: kommt auf die Baureihe und Vorbereitung an.

Was ist die Voraussetzung für Keyless-Go per Codierung?

Keyless-Go (berührungsloser Zugang und Start) erfordert Hardware:

  1. Türgriff-Sensoren an allen Türen (Kapazitiver Sensor im Außengriff)
  2. Türantenne für LF-Kommunikation (Low Frequency, 125 kHz)
  3. Innenraum-Antennen für Schlüsselerkennung im Fahrzeug
  4. Steuergerät mit freigeschalteter Keyless-Funktion

Wenn das Fahrzeug werkseitig ohne Keyless-Go ausgestattet wurde, sind diese Antennen oft nicht verbaut – Codierung allein reicht dann nicht.

Wann reicht reine Codierung?

Viele Mercedes-Modelle (W204, W212, W221) wurden werksseitig mit Keyless-Vorbereitung ausgestattet, aber Keyless-Go im Steuergerät deaktiviert gelassen. In diesem Fall:

  • Alle Antennen und Türgriff-Sensoren bereits verbaut
  • Funktion nur im EIS- und Komfort-Steuergerät deaktiviert
  • XENTRY-Codierung aktiviert die Funktion ohne Hardware-Änderung

Erkennbar: Im Türgriff ist ein schwarzes Kunststoffelement sichtbar (Sensor). Wenn kein Sensor erkennbar: Hardware nachrüsten nötig.

Was XENTRY dabei codiert

XENTRY ändert im EIS-Steuergerät die Schlüsselerkennung auf „Keyless-Betrieb”. Im Komfort-Steuergerät (KFB) wird Türgriff-Sensor-Abfrage aktiviert. Fahrzeug lernt dann den Schlüssel im Keyless-Modus an.

Zeitaufwand Codierung: ca. 30–45 Minuten inkl. Schlüssel-Anlernung.

Welche Schlüssel funktionieren?

Keyless-Go erfordert einen kompatiblen Schlüssel mit integrierter LF-Empfangseinheit. Ältere Mercedes-Schlüssel ohne Keyless-Funktion müssen getauscht werden.


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