„Auto steht übers Wochenende, dann ist die Batterie leer.” Ein zu hoher Ruhestrom ist die häufigste Ursache – und ein lösbares Diagnoseproblem.
Was ist normaler Ruhestrom?
Nach der Schlafphase aller Steuergeräte (ca. 10–20 Minuten nach Zündung aus) sollte der Ruhestrom unter 30–50 mA liegen. Neuere Fahrzeuge mit vielen Steuergeräten bis ca. 80 mA.
Liegt der Ruhestrom dauerhaft über 80 mA, wird die Batterie in 48–72 Stunden Standzeit so weit entladen, dass ein Startproblem entsteht.
Messung mit Strommesszange
Die Stromzange um das Massekabel (nicht auftrennend) zeigt den Gesamtstrom. Wichtig: Fahrzeug muss vollständig in Ruhezustand sein – alle Steuergeräte geschlafen. Das dauert nach Zündung aus je nach Fahrzeug 5–20 Minuten.
Messung: > 80 mA → Kreisweise Sicherungen ziehen bis der Strom fällt. Die Sicherung, nach deren Herausnehmen der Strom deutlich sinkt, versorgt den Verursacher.
Typische Verursacher
- Nachgerüstete Alarmanlage oder Ortungssystem
- Defektes Steuergerät das nicht in Ruhezustand geht
- Lichtmaschinen-Regler (Diode leckend → Rückfluss)
- Kabelbaumdefekt mit Weichwiderstand
Nicht vergessen: Schlafphasen-Problem
Manche Steuergeräte schlafen nicht, obwohl sie sollen – verursacht durch eine fehlende CAN-Bus-Botschaft eines anderen Steuergeräts. ODIS/XENTRY/ISTA kann zeigen, welche Steuergeräte nach Zündung aus noch aktiv sind.
Batterie leer nach Standzeit? Per WhatsApp Fahrzeug und Symptom nennen – wir koordinieren Ruhestrom-Messung.