Beide Maßnahmen heißen “Motorenreinigung” – aber sie reinigen verschiedene Bereiche und lösen verschiedene Probleme.
Was H2-Motorreinigung reinigt
Wasserstoff-Motorreinigung (HHO-Reinigung) erzeugt ein Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch das über den Luftansaugtrakt dem Motor zugeführt wird. Im Brennraum wirkt der Wasserstoff als Katalysator für die Oxidation von Ölkohle und Rußablagerungen.
Gereinigt werden:
- Brennraum (Kolben-Oberflächen, Zylinderwände)
- Auslassventile (Oberfläche)
- Teile des Turboladers (Einlassseite)
- Katalysator und DPF (partielle Regeneration)
Was H2-Reinigung nicht kann: Einlassventile von ihrer Rußschicht befreien wenn diese auf der Rückseite der Ventile sitzt – die H2-Reinigung arbeitet im Verbrennungsweg, nicht im Ansaugweg.
Was AGR-Reinigung anders macht
AGR-Reinigung behandelt gezielt den Ansaugtrakt: AGR-Ventil, AGR-Kühler, Saugrohr und Einlassventil-Rückseite. Diese Bereiche werden über die Abgasrückführung mit Rußpartikeln belastet, die H2-Reinigung nicht erreicht.
Ergänzende Maßnahmen: H2-Reinigung + AGR-Service + Ansaugrohrreinigung = vollständige Innenreinigung. Bei stark verußten Ansaugtrakten (GDI/FSI/TDI mit hoher Kilometerleistung) ist die Kombination die effektivste Lösung.
Wann welche Maßnahme sinnvoll ist
- Erhöhter Kraftstoffverbrauch, schlechte Leistung, DPF-Probleme → H2-Motorreinigung als Basismaßnahme
- AGR-Fehler, Ruckeln im unteren Drehzahlbereich, Ansaugkrümmer verschlammt → AGR-Reinigung zuerst
- AU-Werte grenzwertig, älteres Fahrzeug mit hoher Kilometerleistung → beides kombiniert
Welche Reinigungsmaßnahme für Ihr Fahrzeug sinnvoll ist? Per WhatsApp Fahrzeug, Motor und Symptome nennen – wir empfehlen die passende Maßnahme.