Einlassventile bei Benzin-Direkteinspritzern: Warum H2-Reinigung hier besonders wichtig ist

Bei Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung (GDI, TSI, TFSI) setzen sich Einlassventile mit Ölkohle zu – weil keine Benzinspülung erfolgt. Was H2-Motorreinigung dagegen tut.

Einlassventile bei Benzin-Direkteinspritzern: Warum H2-Reinigung hier besonders wichtig ist

Benzin-Direkteinspritzer (FSI, TFSI, TSI, GDI) haben ein spezifisches Problem, das ältere Saugrohreinspritzermotoren nicht kennen: Die Einlassventile werden nicht von Kraftstoff bespült. Das führt unvermeidlich zu Ablagerungen. Was das bedeutet und was H2-Reinigung dagegen kann.

Das Grundproblem der Direkteinspritzung

Bei klassischer Saugrohreinspritzung wird der Kraftstoff vor dem Einlassventil eingespritzt. Kraftstoff spült das Ventil kontinuierlich – Ablagerungen entstehen kaum.

Bei Direkteinspritzung wird Kraftstoff direkt in den Zylinder eingespritzt. Das Einlassventil liegt “trocken” im Ansaugtrakt. Die Blow-by-Gase aus der Kurbelgehäuseentlüftung – leichte Ölnebel – kondensieren an den Ventilen. Ohne Kraftstoffspülung häufen sich diese Rückstände als harte Ölkohle-Ablagerungen an.

Betroffen: Alle Direkteinspritzer unabhängig von Marke. VW-Gruppe TSI/TFSI, BMW N20/N26/B48, Mercedes M270/M274, Mazda SKYACTIV-G, Ford EcoBoost.

Wie Ablagerungen die Motorleistung beeinflussen

Einlassventile öffnen, um Frischluft in den Zylinder einzulassen. Ablagerungen auf der Ventilunterseite und im Ventilsitzbereich reduzieren den freien Strömungsquerschnitt. Folgen:

  • Schlechtere Befüllung: Weniger Luft pro Zylinder = weniger Leistung
  • Taumelneigung: Ablagerungen verteilen sich ungleichmäßig → Ventil taumelt beim Öffnen/Schließen → Brennstoffgemisch wird schlechter homogenisiert
  • Kaltstart-Probleme: Kaltes Öl auf kalten Ventilen haftet besonders gut
  • Fehlzündungen: Bei schwerer Verkokung kann Kraftstoff-Tropfen an Ablagerungen kleben statt zu verdampfen

In der Praxis messbar: Leistungsverlust von 10–15% bei deutlich verkokten Ventilen.

Was H2-Reinigung an Einlassventilen bewirkt

Das Wasserstoff-Sauerstoff-Dampf-Gemisch gelangt über den Ansaugtrakt zu den Einlassventilen. Bei geöffnetem Ventil (das Motorsteuergerät öffnet die Ventile im Betrieb periodisch) trifft der Dampf direkt auf die Ablagerungen.

Der Reinigungsmechanismus:

  1. Dampf und Wasserstoff reagieren mit Kohlenstoff (C) und Kohlenmonoxid (CO) unter der Verbrennungstemperatur
  2. Ablagerungen werden an der Oberfläche “angeätzt” und erweichen
  3. Beim Öffnen des Ventils bricht Material ab und wird durch den Zylinder ausgetragen (Auspuff)

Wichtig: Dieser Prozess braucht Zeit und mehrere Temperaturzyklen. Die Reinigung ist keine Einmal-Prozedur – der Motor läuft 30–60 Minuten im Reinigungsbetrieb.

Was H2-Reinigung an Einlassventilen nicht kann

Bei schwerer Verkokung (>50.000 km ohne Reinigung bei vielen Kurzstrecken): Die Ablagerungsschicht ist mehrere Millimeter dick und mechanisch hart. H2-Reinigung entfernt die Oberfläche, aber nicht die gesamte Schicht in einem Durchgang.

In solchen Fällen: Ansaugbrücke ausbauen, Einlassventile mechanisch reinigen (Nussschalen-Strahlverfahren oder Ultraschall). Das ist deutlich aufwendiger, aber bei schwerer Verkokung die einzige vollständige Lösung.

Vorbeugung

  • Port Injection als Ergänzung: Neuere VW-Motoren (EA888 Gen3b) haben eine zusätzliche Saugrohreinspritzung speziell für die Ventilreinigung. Vorbildlich.
  • Kraftstoffadditiv: Qualitativ hochwertige Additive (z.B. BG44K, Liqui Moly Ventil-Sauber) helfen, aber können keine mechanische Verkokung vollständig verhindern
  • H2-Reinigung alle 30.000 km als präventive Maßnahme – verhindert schwere Verkokung

H2-Motorreinigung für GDI/TSI/TFSI in Hardegsen. Einlassventile, Turbo, EGR. Vor- und Nachmessung der Abgaswerte. Telefon: 05505 5236.