Der Partikelfilter ist bei Dieselfahrzeugen eine der teuersten Einzelkomponenten – ein Neuteil kann je nach Fahrzeug zwischen 800 und über 2.000 € kosten. Entsprechend groß ist das Interesse an Alternativen. H2-Motorreinigung ist eine davon – aber mit klaren Anwendungsgrenzen.
Was im DPF passiert
Der Dieselpartikelfilter (DPF) sammelt Rußpartikel aus dem Abgas in einem keramischen Filterkörper. Dieser Filter regeneriert sich periodisch selbst: Bei Temperaturen über ca. 600 °C verbrennt der angesammelte Ruß zu CO2. Diese Regeneration erfolgt entweder passiv (bei Autobahnfahrten mit ausreichend hohen Abgastemperaturen) oder aktiv (das Motorsteuergerät erhöht die Abgastemperatur gezielt durch Nacheinspritzung).
Problem: Fahrzeuge, die überwiegend im Kurzstreckenbetrieb genutzt werden, erreichen diese Temperaturen nicht regelmäßig. Der Filter setzt sich progressiv zu – und nach einem bestimmten Grad der Verstopfung kann auch die aktive Regeneration nicht mehr abgeschlossen werden.
Das Ergebnis: Warnleuchte “DPF verstopft”, Notlaufprogramm, Leistungsverlust.
Wie H2-Motorreinigung den DPF unterstützt
Das H2-Verfahren führt dem Verbrennungsvorgang ein Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch zu. Die Verbrennungstemperatur steigt, die Abgastemperatur erhöht sich in einem Bereich, der die DPF-Regeneration unterstützt. Gleichzeitig werden Verbrennungsrückstände im Brennraum, an Einlassventilen und im Abgastrakt gelöst.
Wann das Verfahren funktioniert: Bei einem DPF, der erhöhten Beladungsgrad hat, aber noch nicht vollständig blockiert ist. Der Filter muss noch Gasdurchfluss zulassen. In diesem Stadium kann eine H2-Behandlung in Kombination mit einer anschließenden Regenerationsfahrt (30–45 Min. Autobahn) dazu führen, dass der Filter sich vollständig freiregeneriert.
Wann das Verfahren nicht ausreicht: Bei stark verbackenem Aschebett im Filter. Asche – Verbrennungsrückstände aus dem Motoröl – ist nicht brennbar. Sie akkumuliert sich über die Laufzeit und kann nicht durch H2-Behandlung entfernt werden. Nach 80.000–150.000 km ist eine mechanische Filterreinigung (Ausbau + Spezialreinigung) oder ein Tausch oft der wirtschaftlichere Weg.
Diagnoseschritte vor der Behandlung
Bevor eine H2-Behandlung sinnvoll ist, wird der DPF diagnostisch eingeschätzt:
- Differenzdruckmessung: Wie hoch ist der Differenzdruck über dem Filter bei definierten Betriebsbedingungen? Zu hoher Druck bei niedriger Last = mechanische Blockade.
- Beladungsgrad auslesen: Das Motorsteuergerät speichert den rechnerischen Beladungsgrad (in Gramm Ruß). Unter ~50 g meist noch regenerierbar, über ~80 g kritisch.
- Ölzustand prüfen: Motoröl mit hohem Aschepotenzial (nicht DPF-geeignete Ölspezifikation) beschleunigt Ascheakkumulation.
H2-Motorreinigung mit DPF-Diagnose in Hardegsen. Wir entscheiden datenbasiert, ob das Verfahren sinnvoll ist – nicht auf Verdacht. Telefon: 05505 5236.