Die H2-Motorreinigung (Wasserstoff-Motorwäsche) ist wirksam – aber nicht für alle Probleme gleich gut. Direkteinspritzer haben eine Besonderheit die verstanden werden muss.
Wie Direkteinspritzung funktioniert
Bei Benzin-Direkteinspritzern (TSI, TFSI, GDI) wird der Kraftstoff direkt in den Brennraum eingespritzt – nicht mehr in den Ansaugkrümmer wie bei der Saugrohr-Einspritzung.
Das bedeutet: Kraftstoff benetzt die Einlassventile nicht mehr. Einlassventile werden ausschließlich vom Ansaugluft-Strom angeströmt – und der trägt Ölnebel und Abgas-Rückstände aus dem Kurbelgehäuse mit.
Ergebnis: Einlassventile verkoken bei Direkteinspritzern deutlich schneller als bei Saugrohr-Einspritzern.
Was die H2-Reinigung beim Direkteinspritzer bringt
Im Brennraum: Wasserstoff-Verbrennungsreaktion löst und verbrennt Rückstände im Brennraum, auf Kolbenboden und in der Verbrennungsglocke. Das funktioniert gut.
Injektoren: Die Einspritzdüsen werden durch die Behandlung gereinigt – verbessertes Einspritzprofil, gleichmäßigere Einspritzmenge.
Einlassventile: Hier ist die H2-Reinigung eingeschränkt. Die Ventile werden zwar leicht gereinigt, aber der Kohlenstoff-Ansatz an der Rückseite der Einlassventile ist durch den Ansaugweg erreicht – da kommt kein Wasserstoff hin.
Wann mechanische Ventilreinigung sinnvoller ist
Wenn die Einlassventile stark verkohlt sind (typisch beim VW EA888 2.0 TSI nach 80.000+ km): Mechanische Reinigung per Walnut-Blasting oder Hochdruckreiniger ist effektiver. Die Ventile werden dabei direkt gestrahlt.
H2-Reinigung als Prophylaxe alle 30.000–50.000 km hält die Verkokung auf niedrigem Niveau.
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