TSI-Motoren (VW Group) und TFSI (Audi) leiden konstruktionsbedingt unter Einlassventil-Verschmutzung. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern eine Eigenschaft der Direkteinspritzung.
Warum TSI-Ventile verschmutzen
Bei der Saugrohr-Einspritzung (MPI) landet der Kraftstoff-Sprühnebel direkt auf den Einlassventilen – das Benzin wäscht die Ventile permanent. Bei der Direkteinspritzung (GDI/TSI) wird Kraftstoff direkt in den Brennraum eingespritzt, ohne die Einlassventile zu berühren.
Die Einlassventile bekommen nur Blow-by-Gase aus der Kurbelgehäuseentlüftung. Diese Gase enthalten Öldunst – der backt bei Verbrennungstemperaturen an den Einlassventilen an. Nach 80.000–150.000 km: dicke Rußschichten auf Ventilteller und -schaft.
Was die Ablagerungen verursachen
- Reduzierter Gasdurchfluss (Ventilsitz zugesetzt)
- Schlechter Motorlauf im Kaltstart
- Erhöhter Kraftstoffverbrauch
- Im Extremfall: Zündaussetzer durch ungleichmäßige Gemischbildung
Was H2-Reinigung dabei leisten kann
H2-Reinigung führt das HHO-Gemisch über den Ansaugtrakt ein. Die Reaktion mit dem Wasserstoff löst kohlenstoffhaltige Ablagerungen auf den Einlassventilen – soweit das Gemisch die Ventile erreicht.
Bei leichten bis mittleren Ablagerungen (< 80.000 km ohne Pflege): H2-Reinigung effektiv. Messbare Verbesserung des Motorlaufs, Kraftstoffverbrauch sinkt leicht.
Bei schweren Ablagerungen (> 120.000 km, nie gereinigt): Rußschicht zu dick für H2-Reinigung allein. Hier ist mechanische Reinigung (Walnut-Blasting: Walnussschalenpartikel werden unter Druck in den Einlasskanal geblasen) die wirksamere Methode.
Empfehlung
TSI/TFSI-Fahrer: H2-Reinigung alle 30.000 km als Prävention. Ablagerungen bleiben dünn, H2 ist ausreichend wirksam. Bei bereits starker Verschmutzung: erst mechanisch reinigen, dann H2 als präventive Behandlung.
TSI oder TFSI mit Laufruheproblemen oder erhöhtem Verbrauch? Fahrzeug und Motorcode per WhatsApp – wir bewerten ob H2-Reinigung oder Walnut-Blasting die richtige Maßnahme ist.