“Inspektion gemacht” bedeutet sehr Unterschiedliches je nach Werkstatt. Was wirklich zu einer vollständigen Inspektion gehört.
Kleine vs. große Inspektion
Viele Hersteller unterscheiden zwischen kleiner (Ölservice) und großer Inspektion (umfassende Durchsicht). Die Unterschiede im Überblick:
Kleine Inspektion / Ölservice:
- Motoröl und Ölfilter wechseln
- Serviceintervall-Anzeige zurücksetzen (Diagnose-Tool nötig)
- Luftdruck prüfen und korrigieren
- Sichtprüfung auf offensichtliche Mängel
Große Inspektion (vollständige Durchsicht):
- Alles aus der kleinen Inspektion
- Luftfilter, Innenraumfilter prüfen / tauschen
- Bremsbeläge und Bremsscheiben messen
- Bremsflüssigkeit Wassergehalt (prüfen, alle 2 Jahre tauschen)
- Reifenprofil messen und dokumentieren
- Beleuchtung vollständig prüfen
- Unterboden-Sichtprüfung: Rost, Ölverlust, Fahrwerksschäden
- Zahnriemen-Laufleistung prüfen (wenn verbaut)
- Diagnosescan: alle Steuergeräte auf gespeicherte Fehler
Warum Diagnosescan zur Inspektion gehört
Moderne Fahrzeuge speichern Fehler die dem Fahrer nie als Warnleuchte erscheinen. Abgasanlage-Vorstufenfehler, leicht fehlfunktionierenden Lambdasonden, erste Hinweise auf Fahrwerk-Sensorprobleme – alles auffindbar per Scan.
Ein Diagnosescan dauert 10 Minuten und kann verhindern dass ein kleines Problem später teuer wird.
Was Service-Intervall-Reset bedeutet
Nach einem Ölwechsel muss der Service-Intervall-Zähler im Fahrzeug-Steuergerät zurückgesetzt werden. Das geht nicht durch Abklemmen der Batterie – dafür ist ein spezifisches Diagnose-Tool nötig. Ohne Reset: nächster Service zu früh oder zu spät angezeigt.
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