ADAS-Kalibrierung nach Scheibentausch: Warum sie Pflicht ist

Frontkamera, Spurhalte-Assistent, Notbremsassistent – nach jedem Scheibentausch muss die ADAS-Kamera neu kalibriert werden. Was das bedeutet und was ohne Kalibrierung passiert.

ADAS-Kalibrierung nach Scheibentausch: Warum sie Pflicht ist

Wer heute ein Fahrzeug ab Baujahr 2014–2016 fährt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Fahrerassistenzsysteme mit Frontkamera. Diese Kamera sieht durch die Windschutzscheibe – und nach jedem Scheibentausch ist eine Kalibrierung dieser Kamera erforderlich.

Was macht die ADAS-Frontkamera?

Die Frontkamera erkennt Spurmarkierungen (Spurhalte-Assistent), Fahrzeuge voraus (Abstandstempomat, Notbremsassistent), Verkehrszeichen und Fußgänger. Der Aufnahmewinkel ist werkseitig auf die Lage der Kamera relativ zur Scheibe kalibriert.

Warum ist nach Scheibentausch Kalibrierung nötig?

Eine neue Scheibe hat minimal andere Abmessungen und Einbautoleranzen. Selbst wenige Zehntel-Millimeter im Einbauwinkel verändern den Aufnahmewinkel der Kamera messbar. Die Systeme reagieren dann verzögert, zu früh oder schalten sich mit Fehlercode selbst ab.

Kalibrierungsmethoden

Statisch: Fahrzeug steht vor einem definierten Kalibrierungstarget. Diagnosegerät (XENTRY/ODIS/ISTA) berechnet den Korrekturfaktor. Dauer ca. 15–30 Minuten.

Dynamisch: Fahrt unter definierten Bedingungen. Software kalibriert während der Fahrt. Nicht bei jedem Fahrzeug möglich.

FahrzeugMethode
Mercedes W205, W213XENTRY statisch
VW Golf 7/8, Passat B8ODIS statisch
BMW F30, F10, X5 E70ISTA statisch
Audi A4 B9, Q5ODIS statisch

Was passiert ohne Kalibrierung?

Der Spurhalte-Assistent greift unkontrolliert ein, der Notbremsassistent reagiert falsch, und das Fahrzeug speichert Fehler. Bei der HU kann ein aktives Assistenzsystem mit Fehlerspeicher zur Mängelrüge führen. Im Schadensfall riskieren Sie Probleme bei der Versicherungsabwicklung.

Scheibentausch mit ADAS-Kalibrierung in Hardegsen. XENTRY, ODIS, ISTA aus einer Hand. Telefon: 05505 5236.