Ein Steinschlag muss nicht sofort zur neuen Scheibe führen – wenn die Bedingungen stimmt.
Wann Steinschlag-Reparatur möglich ist
Reparierbar wenn: Beschädigung ist ein einzelner Einschlag (kein Riss), Durchmesser unter 2,5–3 cm, nicht im Sichtfeld des Fahrers (Wischbereich Fahrerseite), nicht an der Scheibenrandzone (letzten 5 cm).
Die Reparatur-Technik: Vakuum-Injektion von Kunstharz in den Einschlag. Das Harz füllt den Hohlraum, Lichthärtung fixiert es. Ergebnis: Einschlag fast unsichtbar, Scheibenfestigkeit zu ~95% wiederhergestellt.
Wann Scheibentausch nötig ist
Tausch wenn: Riss vorhanden (auch kurzer), Einschlag im Fahrersicht-Bereich, Größe über 3 cm, Mehrfach-Einschläge in Nähe zueinander, Einschlag am Rand (Scheibenrandverklebung beschädigt).
Wichtig: Ein Riss der die Klebung zum Rahmen berührt ist sofortige Tausch-Indikation – die Scheibe ist ein tragendes Sicherheitselement bei Überschlag.
Sonderfall: Fahrzeuge mit Kamera-System
Moderne Fahrzeuge (ab ca. 2016) haben häufig Kameras im Rückspiegel-Bereich hinter der Windschutzscheibe. Nach einem Scheibentausch: Kamera muss kalibriert werden.
Fahrerassistenzsysteme (Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Front-Assist) sind kalibriert auf die optischen Eigenschaften der Original-Scheibe. Neue Scheibe = neue Kalibrierung nötig. Ohne Kalibrierung: System deaktiviert oder fehlerhaft.
Was eine Versicherung übernimmt
Vollkasko-Versicherungen übernehmen Steinschlag-Schäden meist ohne Selbstbeteiligung – sowohl Reparatur als auch Tausch. Teilkasko: ja. Haftpflicht: nein (Fremdverschulden müsste nachgewiesen werden).
Reparatur statt Tausch: für die Versicherung günstiger, für Sie: keine Selbstbeteiligung und kein Hochstufungsrisiko bei Reparatur (je nach Tarif).
Steinschlag prüfen lassen? Wir schauen es uns an und sagen ehrlich ob Reparatur oder Tausch sinnvoll ist. Fahrzeug per WhatsApp.