Keyless-Diebstahl durch Relay-Attacke – wie Sie sich schützen

Relay-Attacken auf Keyless-Entry-Autos nehmen zu. Wie der Angriff technisch funktioniert, welche Fahrzeuge betroffen sind und wie effektiv RFID-Hüllen schützen.

Keyless-Diebstahl durch Relay-Attacke – wie Sie sich schützen

Keyless-Entry ist bequem – und eine Einladung für Diebe wenn der Schlüssel falsch gelagert wird.

Wie Relay-Attacken funktionieren

Keyless-Entry-Systeme senden permanent ein Funksignal (125 kHz). Ist der Schlüssel nahe genug am Auto, antwortet er – das Fahrzeug entriegelt und startet.

Bei einer Relay-Attacke: Täter A steht vor Ihrem Haus (an der Tür oder unter dem Fenster). Täter B steht am Auto. A empfängt das Signal Ihres Schlüssels – auch durch Wände und Decken – und überträgt es in Echtzeit zu B. Das Auto “sieht” den Schlüssel in direkter Nähe und entriegelt.

Dauer des Angriffs: 10–30 Sekunden. Keine Spuren am Fahrzeug, kein Alarmauslösen.

Welche Fahrzeuge betroffen sind

Alle Fahrzeuge mit Keyless-Entry (Komfort-Schlüssel, Proximity-Schlüssel, KESSY). Das sind:

  • Mercedes ab ca. 2010 mit KESSY (W212, W204 Facelift, W205, W213)
  • BMW Komfort-Schlüssel ab E90/E60 Facelift, alle F-Reihe und G-Reihe
  • VW/Audi Keyless ab Golf 6 GTI, Golf 7 High-Line, A4 B8/B9
  • Toyota/Lexus Smart Key ab ca. 2010

Was wirklich schützt

RFID-Schutzhülle (Faradayscher Käfig): Die Hülle aus Metallgewebe blockiert das 125-kHz-Signal vollständig. Kein Signal = kein Relay-Angriff möglich. Kosten: 8–20 €. Wirksamkeit: sehr hoch wenn richtig verwendet.

Schlüsselbox zu Hause: Kleine Metall-Dose (Keksdose reicht!) neben der Haustür. Schlüssel abends rein. Signal ist geblockt. Günstigste Lösung.

Was nicht schützt: teure Alarmanlagen ohne Schlüssel-Abschirmung, GPS-Tracker (hilft nur beim Wiederfinden, nicht beim Verhindern).


Keyless-Schutz oder Schlüsselgehäuse tauschen? Wir beraten und helfen vor Ort.