Wenn ein Fahrzeug nicht mehr startet und die Wegfahrsperre als Ursache feststeht, entscheidet das eingesetzte Diagnosewerkzeug über Erfolg und Misserfolg der Reparatur. Während herstellerspezifische Systeme wie XENTRY, ODIS oder ISTA jeweils nur eine Markengruppe abdecken, bietet das AVDI-System von Abrites einen markenübergreifenden Zugang zu nahezu allen gängigen Wegfahrsperren-Architekturen.
Was AVDI leistet
Das Abrites Vehicle Diagnostic Interface ist kein gewöhnliches OBD2-Diagnosegerät. Es wurde speziell für die Arbeit mit Wegfahrsperren, Schlüsselsystemen und Steuergeräte-Sicherheitsfunktionen entwickelt. Die Kernfunktionen umfassen:
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EEPROM-Zugriff: Direktes Lesen und Schreiben der Speicherbausteine in Steuergeräten, Zündschlössern und Kombiinstrumenten. Dieser Zugang ist entscheidend, wenn der OBD-Weg nicht mehr funktioniert – etwa bei defekten Steuergeräten oder nach fehlgeschlagenen Programmierungen.
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Transponder-Programmierung: AVDI kann Transponderchips beschreiben, klonen und neue Schlüssel auf das Fahrzeug anlernen. Unterstützt werden unter anderem PCF7935, ID46, ID48, Hitag2, Hitag Pro und die aktuellen MQB-Chips der VW-Gruppe.
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Kryptografische Berechnungen: Bei modernen Wegfahrsperren genügt es nicht, einen Transponder physisch zu kopieren. AVDI berechnet die fahrzeugspezifischen Kryptoschlüssel, die für eine erfolgreiche Authentifizierung zwischen Schlüssel und Steuergerät erforderlich sind.
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Schlüssel-Anlernung: Vom einfachen Anlernvorgang über OBD bis zur vollständigen Neuprogrammierung bei Totalverlust aller Schlüssel – AVDI deckt ein breites Spektrum ab.
Unterstützte Fahrzeugmarken
Die Stärke von AVDI liegt in der Markenbreite. Mit den entsprechenden Softwaremodulen unterstützt das System unter anderem Mercedes-Benz, Volkswagen, Audi, Skoda, Seat, BMW, Mini, Opel, Ford, Fiat, Alfa Romeo, Toyota, Lexus, Hyundai, Kia, Renault, Dacia, Volvo sowie die PSA-Gruppe (Peugeot, Citroën, DS). Für jede Marke stehen spezifische Protokolle und Funktionen zur Verfügung, die weit über das hinausgehen, was universelle OBD2-Scanner leisten.
Gerade bei Fahrzeugen, für die kein Herstellerzugang besteht – etwa ältere Opel-Modelle oder Ford-Fahrzeuge mit PATS-System – ist AVDI häufig das einzige Werkzeug, das einen zerstörungsfreien Lösungsweg ermöglicht.
Wann AVDI die erste Wahl ist – und wann nicht
AVDI eignet sich besonders dann, wenn mehrere Marken in einer Werkstatt betreut werden, wenn Steuergeräte auf EEPROM-Ebene bearbeitet werden müssen oder wenn herstellerseitig kein Diagnosezugang mehr angeboten wird. Bei älteren Fahrzeugen und Exoten ist AVDI häufig der einzige gangbare Weg.
Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen die Herstellersoftware unverzichtbar bleibt. Mercedes-Benz schreibt für die SCN-Codierung neuer Steuergeräte den XENTRY-Zugang vor. Volkswagen erfordert für bestimmte Component-Protection-Freigaben eine Online-Verbindung über ODIS. BMW setzt bei neueren F- und G-Baureihen auf verschlüsselte ISN-Daten, die nur über ISTA in Kombination mit dem Hersteller-Backend vollständig verarbeitet werden können.
In unserer Werkstatt setzen wir sowohl AVDI als auch die Original-Herstellersysteme XENTRY, ODIS und ISTA ein. Diese Kombination stellt sicher, dass wir für jede Wegfahrsperren-Situation das optimale Werkzeug zur Verfügung haben – unabhängig von Marke, Baujahr und Komplexität des Problems.
Weitere Informationen zu unseren Leistungen rund um Wegfahrsperren finden Sie auf wegfahrsperre.kfz-dietrich.com.