Stundenverrechnungssatz in der Werkstatt – was bedeutet er wirklich?

130 €/h in der Vertragswerkstatt, 85 €/h in der freien Werkstatt: Was steckt hinter dem Stundenverrechnungssatz und was ist ein fairer Preis für qualifizierte Arbeit?

Stundenverrechnungssatz in der Werkstatt – was bedeutet er wirklich?

„130 € die Stunde? Das ist doch viel zu teuer!” – aber wofür bezahlt man eigentlich?

Was der Stundenverrechnungssatz abdeckt

Der Stundenverrechnungssatz (SVS) ist kein reines Gehalt. Er deckt:

  • Lohn des Mechanikers (oft 20–30% des SVS)
  • Sozialbeiträge, Lohnnebenkosten (weitere 20%)
  • Werkzeug und Spezialwerkzeug (Amortisation auf Stunden verteilt)
  • Diagnosesoftware-Lizenzen (XENTRY: 5.000–15.000 €/Jahr)
  • Weiterbildungskosten (Zertifizierungen, Schulungen)
  • Betrieb der Werkstatt (Miete, Strom, Versicherung)
  • Gewinn (damit die Werkstatt investieren und wachsen kann)

Ein SVS von 100 € bedeutet nicht 100 € Gewinn – eher 10–15 €.

Vertragswerkstatt vs. freie Werkstatt

Vertragswerkstätten haben höhere SVS weil: Hersteller-Schulungen, Marken-Spezialwerkzeug, höhere Overheadkosten durch Marken-Anforderungen.

Freie Werkstätten können günstiger sein und bieten trotzdem Hersteller-Diagnosequalität – wenn sie in Software investieren. KFZ Dietrich ist ein Beispiel: XENTRY, ODIS und ISTA im Einsatz, kein Markenvertrag, aber Diagnose auf Händlerniveau.

Was “günstig” in der Werkstatt bedeuten kann

Eine Werkstatt die weit unter Marktpreis liegt, kann nicht in Qualität, Weiterbildung und Diagnose investieren. Kurzzeitig günstig – langfristig teurer wenn Probleme nicht vollständig gelöst werden oder Fehler gemacht werden.

Faire Preise + transparente Kommunikation + nachweisbare Diagnose-Kompetenz = das beste Verhältnis für den Kunden.


Fragen zu unseren Preisen und was wir für den Preis bieten? Per WhatsApp oder Anruf – wir erklären unsere Leistungen transparent.