Wohnmobil-Elektrik besteht aus zwei getrennten Bereichen: Fahrzeug-Elektrik (Bordnetz, Motor) und Aufbau-Elektrik (Wohnbereich). Probleme entstehen oft in der Aufbau-Elektrik – besonders wenn das Fahrzeug längere Zeit steht.
Aufbaubatterie – die häufigste Fehlerquelle
Die Aufbaubatterie versorgt den Wohnbereich (Licht, Kühlschrank 12V, Heizung, Wasserpumpe). Sie ist von der Starterbatterie getrennt und wird geladen über:
- Lichtmaschine (Trennrelais oder DC-DC-Wandler während der Fahrt)
- Solar (Solarladeregler)
- 230V-Landstromanschluss (Ladegerät)
Wenn die Aufbaubatterie nicht lädt: zuerst alle drei Ladequellen prüfen. Häufigster Fehler: Trennrelais defekt oder Sicherung der Ladeverbindung durchgebrannt.
Solar – was geprüft werden muss
Solaranlage ohne Funktion – fast immer Solarladeregler oder Kabel-Verbindung, selten die Solarzellen selbst.
Prüfvorgehen:
- Spannung direkt am Solarmodul messen (Leerlauf > 18V bei gutem Licht normal)
- Spannung am Ladereglereingang
- Laderegler-Ausgangsspannung auf Batterie
Kein Unterschied zwischen Eingang und Ausgang bei laufendem Licht: Laderegler defekt oder nicht konfiguriert.
230V-Anlage im Wohnmobil
Die 230V-Anlage hat eigene Sicherungen (FI-Schalter und Sicherungsautomat). Nach Überlast oder Fehlerstrom: FI auslösen, Ursache beheben, FI wieder einschalten. Wenn FI sofort wieder auslöst: Kurzschluss oder Erdschlussfehler im 230V-Netz prüfen.
Wechselrichter (12V → 230V): Prüfen ob Eingangsspannung der Aufbaubatterie ausreicht (mindestens 12V, besser 12,5V). Unterspannungsabschaltung schützt die Batterie.
Wohnmobil-Elektrik defekt oder Aufbaubatterie lädt nicht? Symptom und Fahrzeugtyp per WhatsApp – wir prüfen Fahrzeug- und Aufbau-Elektrik gemeinsam.