Ein Wohnmobil ist technisch komplexer als ein PKW. Die Hauptuntersuchung prüft entsprechend mehr.
Was beim Wohnmobil zusätzlich geprüft wird
Aufbau-Befestigung: Die Verbindung zwischen Fahrzeug-Chassis und Wohnkabine wird auf Festigkeit geprüft. Risse in der Aufbau-Befestigung sind HU-relevant.
Abgasanlage und Auspuff: Besonders bei Wohnmobilen die längere Standzeiten haben: Rost und Undichtigkeiten häufiger als beim täglich genutzten PKW.
Beleuchtung: Viele Wohnmobile haben zusätzliche Außenleuchten (Markising-Beleuchtung, Rückspiegel-Kamera). Nur die fahrzeugrelevante Beleuchtung ist HU-relevant – aber defekte Leuchten die am Fahrzeug-Strom hängen können trotzdem auffallen.
Reifen und Bremsen: Bei Wohnmobilen mit hohem Leergewicht und oft niedrigen Jahreskilometern: Reifenalterung ist kritischer als Profiltiefe. TÜV prüft Produktionsdatum (DOT-Nummer) – Reifen über 8–10 Jahre können beanstandet werden.
Gasanlage: separate Prüfung
Die Gasprüfung am Wohnmobil ist NICHT Teil der HU. Sie wird durch akkreditierte Prüfer nach DVGW-Standard durchgeführt. Empfehlung: alle 2 Jahre. Bei Fahrzeugen die als Dauerstand genutzt werden: jährlich.
Gas-Undichtigkeiten entstehen häufig an den Schlauchverbindungen von Druckminderer zu Geräten und nach langen Standzeiten wenn Gummischläuche brüchig werden.
Vorbereitung auf die HU
- Alle Leuchtmittel prüfen (Bremslichter, Blinker, Standlichter)
- Scheibenwaschanlage befüllt
- Reifen-DOT-Datum und Profiltiefe selbst prüfen
- Sichtbare Roststellen am Chassis (HU-relevant wenn strukturell)
- Fahrzeugpapiere und Anhängelast-Eintragung überprüfen
Wohnmobil HU-Vorbereitung oder Mängelliste? Fahrzeug und bekannte Mängel per WhatsApp – wir klären was HU-relevant ist.